Die Verkehrswende ist in aller Munde: Der motorisierte Individualverkehr (MIV) stößt an seine Grenzen. Die Wissenschaft zeigt auf: Angesichts des Klimawandels muss der CO2-Ausstoß, an dem der motorisierte Individualverkehr einen erheblichen Anteil trägt, reduziert werden! Aber wie soll ich denn ohne Auto mobil bleiben? Diese Frage stellt sich mit Blick auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der nicht immer gute Angebote macht, zu Recht! 

Wir setzen uns für eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV in unserer Region ein und nehmen Anregungen des zurzeit gültigen Nahverkehrsplans im Landkreis Osnabrück auf:

Halbstundentakt auf der Linie X275 / X276 Osnabrück / Preußisch Oldendorf

Zurzeit besteht zwischen Dahlinghausen und Wimmer bzw. Pr. Oldendorf durch den Wechsel des Zielortes lediglich ein Zweistundentakt. Durch die Einführung des Halbstundentaktes wäre es möglich, Wimmer bzw. Pr. Oldendorf stündlich zu erreichen.

Stündliche Direktverbindung zwischen Bohmte und Bad Essen

Eine stündliche Verbindung ermöglicht den Anschluss an den Regionalexpress Osnabrück – Bremen. Zum Teil ist diese Verbindung schon durch den Rufbus eingerichtet. Der gültige Nahverkehrsplan sieht dagegen die Verlängerung der Linie 212 Damme – Bohmte bis Bad Essen vor. Es spricht nichts dagegen, auf einer solchen durchgehenden Linie in Schwachverkehrszeiten Rufbusverbindungen einzuführen!

Grenzüberschreitenden Verkehr ermöglichen

In Preußisch Oldendorf ist ein verlässlicher Anschluss an den Mühlenkreisbus in Richtung Lübbecke und Minden herzustellen, damit der grenzüberschreitende Verkehr endlich ermöglicht wird.

Mit diesen Verbesserungen wird die Erreichbarkeit des Oberzentrums Osnabrück sowie unserer westfälischen Nachbarstädte deutlich verbessert. Das gilt besonders dann, wenn 2022 der Bus-Schiene-Tarif eingeführt wird. 

Mehr Mobilität für die entfernteren Ortschaften

Bad Essen besteht aus 17 Ortschaften, die zum Teil von der bestehenden Buslinie weit entfernt liegen. Das gilt z. B. für die Einwohnerschaft von Heithöfen, Linne, Barkhausen usw. Wir stellen uns die Frage, wie kann hier die Mobilität auch ohne PKW hergestellt werden? Darauf gibt es folgende Antworten:

  • Durch Rufbus-Linien ist es möglich, auch die abseits der Hauptbus-Linien gelegenen Ortschaften zu erreichen. Dieses Rufbussystem muss ausgebaut und stündliche Fahrmöglichkeiten auch an den Wochenenden angeboten werden.
  • Die Rufbusse müssen beworben werden: Die Fahrt mit dem Rufbus soll so selbstverständlich werden wie die Fahrt mit dem eigenen PKW.
  • Viele Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer haben das Fahrrad (wieder-)entdeckt, insbesondere auch das E-Bike! Bei einer Umfrage zum Willi-Bus  wurde gefordert, bestimmte Haltestellen der Buslinie 276 mit Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie Ladesäulen für E-Bikes zu versehen. Dieser Forderung schließen wir uns an!

Alle aufgeführten Maßnahmen sind schnell umsetzbar und können bis zu einer Reaktivierung der Wittlager Kreisbahn für den Personenverkehr zum Umstieg vom PKW auf den ÖPNV bewegen. Vielen Menschen kann dadurch überhaupt erst Mobilität ermöglicht werden. Wer mit dem Rufbus das Zentrum von Bad Essen erreichen kann, wird auch dann weiterhin in seinem Heimatort problemlos wohnen und leben können. Außerdem vermindert jede nicht durchgeführte PKW-Fahrt den CO2-Ausstoß und schont somit unser Klima!

Deshalb sind die Verbesserung des Willi-Busses zum Willi-Bus Plus und der Ausbau des Rufbus-Systems Schritte in die richtige Richtung.