Ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr und Hilfsorganisationen auf Rente anrechnen 

Wer bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem THW oder den Hilfsorganisationen aktiv ist, kennt das: Der Pieper liegt nachts neben dem Bett, denn Einsatzbereitschaft kennt keine Nachtruhe. Und egal wie lang der nächtliche Rettungseinsatz war, oft geht es am nächsten Morgen zur eigentlichen Arbeit, pünktlich. 

Für zuverlässigen Dienst über Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr oder den Hilfsorganisationen wie DRK oder DLRG in der Gemeinde Bad Essen sollte es künftig im Alter eine Anerkennung geben. Wir schlagen eine Feuerwehrrente vor.

Land und Kommunen tragen Kosten 

Wer beispielsweise zwanzig Jahre lang Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK oder der DLRG geleistet hat, sollte ab der Vollendung des 63. Lebensjahres eine Zusatz-Rente bekommen. Wie hoch die Feuerwehrrente sein und wie sie gestaltet werden könnte, müsste von Expertinnen und Experten für Altersvorsorge ermittelt werden. Ähnliche Modelle gibt es schon in Thüringen und Sachsen-Anhalt, hier zahlen Kommunen und Land in die Feuerwehrrente ein. Brandenburg und Hessen würdigen die Leistungen ihrer ehrenamtlichen Kräfte mit einer gestaffelten Anerkennungsprämie. In NRW haben einige Städte und Gemeinden bereits selbst eine Feuerwehrrente eingeführt. Es geht hier um Anerkennung für den Dienst an den Nächsten!

Positiver Nebeneffekt: Langfristige Bindung der Einsatzkräfte

Die Wertschätzung durch eine Feuerwehrrente kann darüber hinaus ein Anreiz für interessierte Bürgerinnen und Bürger sein, sich in der Freiwilligen Feuerwehr, DRK oder DLRG in unserer Gemeinde zu engagieren und dafür, aktive Einsatzkräfte im Ehrenamt zu halten.

Verordnung von Bund und Ländern

Wir plädieren für eine Verordnung auf Bundes- und Landesebene, denn auch die Katastrophenschutzhelfenden des THW, die vom Bund finanziert werden, sollten eine finanzielle Anerkennung im Alter bekommen. 

Noch sind viele Fragen offen – die es zu klären gilt. Dieser Herausforderung werden wir uns stellen.